Bonusangebote bei Binären Optionen – Tipps, Fallstricke & mehr

Bei Bonusangeboten ist eine faire Geschäftsbeziehung zwischen Broker und Trader besonders wichtig.

Bei Bonusangeboten ist eine faire Geschäftsbeziehung zwischen Broker und Trader besonders wichtig.

 

 

Binäre Optionen sind relativ neue Anlageinstrumente im Bereich des Zertifikatetradings, die recht einfach und bezüglich der Randbedingungen vorteilhaft konstruiert sind.

Vom Grundsatz her entscheidet bei Binären Optionen ein “binäres” Ereignis, also das Eintreffen oder Nicht-Eintreffen einer Kursprognose, über den Gewinn oder Verlust des Traders. Es wurden in den vergangenen Jahren seit 2008 (dem Jahr der Zulassung von Binären Optionen für private Trader) sehr viele Binäre Optionen Broker gegründet, die mit Bonusaktionen um die Gunst der Kundschaft werben. Die Boni werden im Rahmen der Kontoeröffnung und auch für Bestandskunden im Rahmen von Sonderaktionen gewährt. Die aktuell beliebtesten sind der BDSwiss Bonus, der OptionFair Bonus und der ZoomTrader Bonus.

Die Funktionsweise Binärer Optionen

Binäre Optionen können einfache Call- und Put-Optionen sein, bei denen der Trader gewinnt, wenn der Kurs des gewählten Basiswertes steigt oder fällt. Darüber hinaus gibt es Touch- und Range-Optionen, bei denen der Kurs des Basiswertes für den Gewinnfall eine bestimmte Preisgrenze berühren muss (Touch) oder in einer Range enden muss. Die Gewinne können dabei sehr hoch ausfallen, bei Call- und Put-Optionen werden in der Regel zwischen 70 – 90 % Gewinn ausgeschüttet, bei Touch-Optionen können es sogar mehrere Hundert Prozent werden. Dem steht die Möglichkeit sehr geringer Einsätze gegenüber. Um auf diese komfortable Weise handeln zu können, müssen die Trader lediglich bei einem Binäre Optionen Broker ein Konto eröffnen, womit sich die Frage der eventuellen Boni stellt. Die Kapitalisierung des Traderkontos kann mit sehr niedrigen Limits erfolgen, bei einigen Brokern genügen 100 Euro. Auf diese Einzahlung gewähren die Broker sehr oft einen Bonus.

Art und Gestaltung von Boni bei Binäre Optionen Brokern

Bei den Boni herrscht ein Grundsatz:

→ Sie müssen ertradet werden. Das heißt, sie werden nur auf die Aktivitäten der Trader gewährt.

Einfach geschenktes Geld gibt es nicht, ansonsten würden Personen ein Konto bei einem Broker eröffnen, den Bonus kassieren und danach das Konto inaktiv ruhen lassen oder wieder schließen. Davon hätte der Broker nichts, der doch die Kunden mit dem Bonus nicht nur zur Kontoeröffnung und -kapitalisierung, sondern auch zum Handeln motivieren möchte. Diese Intention ist durchaus zu begrüßen, denn die Trader benötigen schon einen kleinen Anstoß, um überhaupt mit echtem Geld zu handeln. Ein Bonus liefert einen ausgezeichneten und dabei sehr fairen Anstoß. Die Bedingungen für den Erhalt der Boni legen die Broker in ihren Geschäftsbedingungen fest und kommunizieren sie auch überwiegend sehr klar. Bis etwa 2012 gab es diesbezüglich manchmal Unklarheiten, Trader fühlten sich über die Bonus-Bedingungen getäuscht. Inzwischen haben die Broker ihre Kommunikation in dieser Hinsicht noch weiter verbessert.

Vom Grundsatz her lassen sich die Boni in folgende Gruppen einteilen:

A) Zuschlag zur Ersteinzahlung: Direkt auf die eingezahlte Summe bei der Kontokapitalisierung gewährt der Broker einen prozentualen Zuschlag, der jedoch in Trades einfließen muss. Die prozentuale Höhe dieser Summe kann mit der Höhe der Einzahlung korrelieren, das ist aber nicht zwingend. Der Broker könnte also bei 100 Euro Einzahlung einen Zuschlag von 50 % gewähren (der Trader kann dann mit 150 Euro traden), bei 200 Euro könnten es 70 % sein, bei 500 Euro 100 %. Das sind willkürliche, aber eng an die Praxis mancher Broker angelehnte Beispiele. Alternativ gewährt der Broker immer denselben Bonus unabhängig von der Höhe der Einzahlung. Der Bonus kommt mit den Gewinnen des Traders zur Auszahlung. Entweder erhöht sich direkt der Gewinn, oder der Trader hat mehr freies Kapital für seine Versuche übrig, falls er nichts damit gewinnt.

B) Bonus in Abhängigkeit vom Umsatz: Entweder auf die Ersteinzahlung oder auch im Rahmen von Sonderaktionen für Bestandskunden gewährt der Broker einen Bonus, wenn beispielsweise für den 30-fachen Betrag des versprochenen Bonus´ getradet wurde. Der Bonus könnte also 200 Euro betragen, ab einem Umsatz von 6.000 Euro werden die 200 Euro ausgezahlt. Dieser Bonus wirkt raffiniert und muss aus Sicht der Trader gut bedacht werden, die ihn annehmen oder ablehnen können. Es zwingt sie niemand, für 6.000 Euro zu traden.

C) Risk Free Trades: Der Broker gewährt als Bonus risikofreie Trades. Wenn der Trader verliert, erhält er seinen kompletten Einsatz zurück.

D) Bonus ohne Einzahlung: Diese Klassifizierung ist kein Euphemismus, auch wenn sie auf den ersten Blick so wirkt. Immer noch verschenkt der Broker keinesfalls Geld für die bloße Anmeldung oder Kontoeröffnung, er ermöglicht dem Trader jedoch, ohne eigene Einzahlung einen oder zwei Trades durchzuführen (in der Regel mit einem sehr begrenzten Kapital von 25 bis 100 Euro). Dieses Kapital stellt der Broker. Wenn der Trader tatsächlich gewinnt, erhält er diesen Gewinn, obgleich er selbst kein Geld gesetzt hat.

Fazit: Wie sehr lohnen sich die Boni?

Bestimmte Arten von Boni, die oft automatisch gewährt werden – beispielsweise der Bonus auf die Ersteinzahlung – lohnen sich auf jeden Fall, wenn der Trader ohnehin sein Konto kapitalisiert, um zu handeln. Auch Free Risk Trades und Boni ohne Einzahlung sind ohne Wenn und Aber zu begrüßen.

Andere Varianten wie die umsatzabhängigen Boni sind zu überdenken. Sie treiben den Trader zu hohen Handelsaktivitäten, die immerhin auch zu hohen Verlusten führen können, nur damit er am Ende den doch recht kleinen Bonus erhält, den er wiederum beim Trading einsetzen muss. Wenn der Trader diesen Bonus akzeptiert, muss er natürlich nicht bis zum geforderten Limit traden. Die Motivation, das zu versuchen, wird aber sehr hoch sein.

Bei kritischer Betrachtung haben solche Boni etwas vom “Anfixen” an sich, dessen sich der Trader bewusst sein muss. Wer seine Anfälligkeit für solche Motivationsbonbons kennt (die es auch bei Einkaufsgutscheinen gibt), muss im eigenen Interesse vorsichtig mit den Boni umgehen.